Tanzstile

BAUCHTANZ IN SEINEM WEIBLICHEN URSPRUNG

Frauentänze sind eine jahrtausende alte Tradition. Ihre Ursprünge liegen in rituellen Fruchtbarkeits-, Trance-, Geburts-, Hochzeits-, Feiertags- und heiligen mystischen Tänzen! Die Energien des Körpers und der Seele sprudeln und fließen lassen, frau spürt Lebensfreude und Kraft die aus ihrer inneren  „Mitte“ entspringt. Bauchtanz ist eine Art körperliche Spiritualität. Tanz ist ein direkter Weg um in magische Schwingung zu kommen.

TSIFTETELLI

„… und sie kreiste und schlängelte mit dem Becken während ihre Arme in der Luft erhoben ihren eigenen betörenden Tanz vollbrachten bis ihr Gegenüber in eine süße Stimmung eintauchte…“

Typisch für Griechenland, womit  Chiftetelli der traditionelle griechische Bauchtanz gemeint ist und in diesem Fall nicht der gleichnamige orientalische Rhythmus. 

Chiftetelli, schlängelnd, gesellschaftlich, fröhlich mit viele Armbewegungen.

 

KLASSISCH ÄGYPTISCHER RAKS SHARKI

Professionell elegant, kunstvoll, mit schöne Gesten und Posen, ausdruckstark mit starker Bühnenpräsenz. Der Tanz des Ostens, ein Begriff der sich ca. in den letzten 100 Jahren etabliert hat. Ausgebildete Unterhaltungstänzerinnen entwickelten durch die Jahrhunderte diesen Solotanz. Die höfische Tänzerinnen, die Awalims (ausgebildete Tänzerinnen und Sängerinnen, die in den vornehmen Häuser Ägyptens auftraten) und später die Startänzerinnen der 40er und 50er Jahren, sogar die amerikanische Tänzerinnen bereicherten und modernisierten diesen Tanz mit vielen Drehungen, Posen und dem eindrucksvollen Einsatz von Schleiern.

Accessoires: Schleier, Doppelschleier, Zimbeln, Flügel Isis Wings

 
TROMMELSOLO

Ein Dialog zwischen der Tänzerin und einem oder mehreren Trommlern, ausdruckstark und kraftvoll. Orientalisch - Afrikanisch

TA ASSIM (Taxim)  

Ein Zusammenspiel zwischen der Tänzerin und einem Instrument, oft Geige oder Flöte, wo die Tänzerin gekonnt Pausen einsetzt, um mit den weichen schlängelnden Bewegungen die diesem „Dialog“ eine gewisse Dramatik schenken fortzufahren.

AMERICAN CABARET STYLE

Eine modernere Art den orientalischen Tanz zu präsentieren,

ORIENTAL BEAT UND ORIENTAL POP

im Puls der Zeit die neueste Entwicklung im Orientalischen Tanz sehr dynamisch und Temperamentvoll! Wird auf Beat Musik getanzt.

ORIENTAL DANCI (Türkisch Stile)

Frech, temperamentvoll und betörend, aber auch humorvoll ist dieser Tanzstil, der in der Türkei so gern getanzt wird. Viele Armbewegungen aber auch indische Armposen, aktives Becken (Kippen, Kicken, Schütteln) und vor allem der gesellschaftliche Charakter sind typisch für diesen Tanz.

BODENTÄNZE

Olympia bereichert ihre Tanzdarbietungen mit Bodentanz-Parts die vielfältig sind. Dazu gehören thailändische, indische, indonesische Tanzpassagen, die im Knien aufgeführt werden, rituelle Tänze, marokkanischer Trance Tanz, Türkisch-griechischer „Bodentanz“ mit Brücken und Beugen des Oberkörpers.

SÄBELTÄNZE

Vom traditionellen Hochzeitstanz der Beduinen bis zum Balancieren des Säbels auf dem Kopf beim American Tribal Dance, vom Säbeltanz beim Baladi bis hin zum Fantasie Tanz, mystisch bis kriegerisch, transzendent bis fröhlich. 

SCHWERTER TANZ ( 2 SCHWERTER )

Kriegerisch, Kraftvoll und Mystisch zugleich ist dieser faszinierender Tanz mit zwei Schwertern die geschwungen und gedreht werden mit eine unglaubliche Leichtigkeit und Dynamik. Ein Tanz wie aus einem Epos der Antike Zeit.

LICHTERTÄNZE

Tänze mit Kerzen auf den Händen oder auf einem Tablett auf dem Kopf balancierend. Tänze aus verschiedenen Kulturen vom thailändischen Khmer Tanz, über Indien und Nepal bis zum Mittleren Orient gibt es Lichtertänze.

RITUELLE UND HISTORISCHE TÄNZE

Viele Autoren aus dem antiken Griechenland, Mesopotamien, Phöniziern (heutiges Libanon), Ägypten und Assyrien beschreiben Tanzaufführungen und Rituale mit charakteristischen Bewegungen des Bauchtanzes. Tanzende Statuen, Grabsteine mit Tanzdarstellungen, Fresken und Mosaike die Tanzszenen darstellen, sowie erhaltene Traditionen und Tänze verstärken dieses Bild.

Minoische Interpretationen (Mondgöttin, Erdgöttin, Schlangengöttin, Labyrinthtanz)

Olympia forscht solchen Informationen in der Griechische Kultur nach und versucht die Tänze zu rekonstruieren. Zwischen Geschichte und intuitiver Phantasie hat sie mehrere minoische Tanzchoreografien ins Leben gerufen. Spiritualität und erdige weibliche Kraft sind charakteristisch für diese Tänze. Yoga ähnliche Posen, kombiniert mit raumübergreifende Schritten.  

Pharaonische Tänze (Isis Tanz, Hathors Tanz, Ib´ Tanz, Akrobatisch-Ekstatischem Tanz)  

Bei den ägyptischen Pharaonischen Tänzen gibt es sehr viele historische Dokumente und detaillierte Beschreibungen der Tanzfiguren und Bedeutungen der Tänze.

Isis wird mit Flügeln getanzt, Hathors Sprungtanz ekstatisch schnell, Hathors ritueller Tanz mit Flügeln und oder ruhig mit langsame dramatischen Bewegungen, Ib´Tanz langsamer Prozessionstanz.

Indische Tempeltänze

In Indien ist diese jahrtausende alte Tanzkultur am besten erhalten und noch lebendig.

Olympia tanzt eigene Choreografien die ihre Wurzeln beim Orissi Tempeltanz haben und den indischen Göttinnen gewidmet sind. Schöne indische Posen, kraftvolle Schritte und Handmudras verschmelzen in eine getanzte Erzählung.

Tänze aus Nepal (Zur Ehre der Göttin Tara, Introductiondance, 16 Opfergaben, Lichtertanz)

Sehr spirituelle, weich fließende Tänze, in eindrucksvollen Kostümen. Meditative Stimmung,  wunderbare Handgesten und Posen erheben diese Tänze zu einen faszinierenden Erlebnis.

Arabisch Andalusischer Hoftanz/Maurischer Tanz

Wurde in den Höfen Cordoba´s und Granada´s getanzt in der Zeit der Maurischen Besetzung Spaniens (711-1492). Informationen über den Tanz haben wir eher vom Hof in Bagdad, wo die Tänzerinnen ihn auch darboten. Spanische Elemente verschmelzen mit schönen Arabesken, weichen Hüftbewegungen und elegantem Bodentanz.

FOLKLORE TÄNZE AUS ÄGYPTEN 

Baladi

Stadt Folklore Kairos, ursprünglicher Tanz des Volkes das vom Land in die Stadt zogen. Erdiger, becken- und hüftbetonter Improvisationstanz,  der einfach anfängt (oft mit einem Taxim) um sich im Laufe der Zeit zu entfalten und in einem feurigen, temperamentvollen Part zu enden.

Leuchter Tanz

Gehört zum Baladi Tanz und wurde oft als Hochzeitstanz getanzt. Die Tänzerinnen tanzten der Hochzeitsgesellschaft voraus mit den Kerzenleuchter auf dem Kopf und beleuchteten die dunklen Gassen. Heutzutage Showtanz mit einem Kerzenkronleuchter auf dem Kopf. Elegant und atemberaubend schön, oft mit akrobatischen Elementen.

Saidi Tanz

Tanz aus dem Süden Ägyptens. Ist ein Traditioneller Tanz der im Lauf der Zeit wenig verändert wurde. Typisch sind die antiken Instrumente wie Mizmar (Oboe), Rababa und Arghul (Doppel-Bambus-Flöte). Früher tanzten die Männer nur mit dem Bambusstock und imitierten Kampfszenen, dieses Accessoire wurde von den Frauen übernommen, die mit dem Stock kokett und verspielt tanzen.

Fellahi

Tanz der ägyptischen Bauern in langen, weiten Gewänder, oft mit Krug, Dorfszenen imitierend. Einfach, erdig und fröhlich.

Ghawazee

Viele prickelnde Geschichten werden über die Ghawazee Tänzerinnen erzählt…

Dieser Tanz wurde ursprünglich von den Tänzerinnen der Ghawazee (vermutlich aus den Stämmen der Nawer oder Balwahanaat) am Land getanzt und haben viele europäische Schriftsteller inspiriert. Flaubert schrieb in seinen Briefen, wie ihm hüftwippend und wirbelnd, frech und fröhlich aber auch mit gekonnter Isolation die Tänzerinnen  seinen Verstand raubten… 

Hagalla

Werbetanz beduinischer Herkunft. Wird auch in Libyen getanzt. Die Frauen in den Beduinen Stämmen genießen viele Rechte und Anerkennung, oft herrscht sogar eine Art des Matriarchats. Der Tanz ist ein Werbetanz, die Frau hat das Recht  ihren Partner für den Lebensbund auszusuchen. Typisch sind der Hagalla - dreier Schimmy auf flachem Fuß und schnelle kleine Pendelbewegungen des Beckens (Twist).

El Daheia-Tanz (Dahie)

Typisch Beduinischer Werbetanz aus dem Sinai. Wurde für die Bühne adaptiert und die getanzte Geschichte handelt vom Aussuchen des Partners. Verspielt, erdig und fröhlich.

 

Eskanderani – Melaya Laff

Eskanderani ist der Tanz der Frauen aus Alexandria, eine Stadt wo sich die Kulturen treffen und der griechische Einfluss noch zu spüren ist. Verspielt und kokett ist dieser Flirtanz mit der Melaya (großer Überwurf – Schleier).

 

WEITERE FOLKLORE TÄNZE

 AUS GRIECHENLAND

Kreistänze, Festtänze, Hochzeitstänze, von den Inseln und vom Festland. Von erdig traditionell bis fröhlich und verspielt. Natürlich auch die nicht traditionellen Tänze, aber von den Griechen geliebt Seibekiko und Sirtaki.

 

AUS DEN GOLFSTAATEN

 

Khalegi. Fröhlicher Tanz Beduinischer Herkunft in den typischen farbenfrohen und prächtigen Saudi Arabischen Kleidern. Das Schwingen der langen duftenden Haare, kokette Schulter-, Brust- und Armbewegungen sowie kleine Schritte sind typisch für diesen Tanz.

 

AUS PERSIEN ( IRAN)

Bandari. Fröhlicher bis ekstatischer, transzendenter Tanz in weiten Hosen und langen Kleider getanzt. Der afrikanische Einfluss sowie die für diese Region  typischen Schulter, Hand und Brustkorbbewegungen sind sehr präsent.

Persischer Höfischer Tanz. Aus den antiken Tänzen stammend, ein höfischer Tanz der heute mit Fantasie rekonstruiert werden kann. Sehr elegant mit filigranen Arm-, Kopf- und Handbewegungen sowie wenige, kleine, sanfte Achterbewegungen des Beckens.

Qashqai Tüchertanz der Nomaden, der schnell und leicht oder langsam sein kann. Wird in schönen weiten langen Röcken und typischen Jackets getanzt.

 

 AUS TUNESIEN 

Raqs Tunsi wird oft auf den Bällen getanzt mit vielen kleinen hüpfenden Bewegungen und Sprüngen, ohne dabei seine Verbundenheit mit der Erde zu verlieren. Fröhlicher, beckenbetonter Tanz mit vielen Twist Bewegungen in bunten weiten Gewänder mit vielen Wollquasten und Münzen zur Betonung der Hüfte.

 

AUS DER TÜRKEI

 

Karslimar wird auch in Griechenland und in Zypern getanzt. Folklore Tanz mit kleinen dreier Schritten, leichten Schulterakzenten und Brustschimmys sowie kleinen verspielten Hüftbewegungen und Akzente beim dritten Takt. Ein Tanz mit gesellschaftlichen Charakter.

 

AMERICAN TRIBAL STYLE

Ein Konglomerat aus Tanzelementen von Indien über den Orient bis nach Spanien wird in eine geführte Improvisation getanzt. Die Frauen tanzen gemeinsam und spüren die kraftvolle, stolze und erdige Energie dieses Tanzes dem Stammestänze als Vorbild dienen.

 

Weitere Tänze in Arbeit:

ROMA TÄNZE (GYPSIE)

Aus Griechenlamd

Aus dem Balkan

Aus Indien (Rajastan)

Aus Spanien